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Situation der Hebammen in München

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Dem Stadtrat wird die Versorgungssituation der Frauen durch Hebammen in München sowie die aktuelle Situation der Hebammen und der Erhalt der Hebammenleistung in München an sich vor dem Hintergrund der ständig steigenden Versicherungsprämien bei niedriger Entlohnung der Hebammenleistung dargestellt.

Der Oberbürgermeister wird gebeten, die prekäre Situation der Hebammen beim deutschen Städtetag einzubringen und sich für eine Verbesserung der Situation für Hebammen einzusetzen, so dass auch in Zukunft die Wahlmöglichkeit für Frauen erhalten bleibt.

Begründung:

Eine Geburtshilfe ohne Hebammen ist nicht denkbar. Ob in der Klinik oder zu Hause, ob in der Vor- oder Nachsorge sind es die Hebammen, die die Frauen begleiten, unterstützen und betreuen. Die meisten Frauen entscheiden sich in der Schwangerschaft für eine Hebammenbetreuung vor allem in der Vor- und Nachsorge der Geburt. Aber auch die Geburt zu Hause oder in einem Geburtshaus oder Hebammenpraxis, die überwiegend von Hebammen begleitet werden, wird von immer mehr Frauen gewünscht und in Anspruch genommen.

Diese Wahlfreiheit für Frauen in der Geburtshilfe ist enorm wichtig.

Diese Wahlfreiheit ist nun aber in Gefahr: In den letzten Jahren haben sich die Arbeitsbedingungen für Hebammen in Deutschland dramatisch verschlechtert. Insbesondere aufgrund der massiv gestiegenen Versicherungsgebühren.

So wurden für Beleg-, Geburtshaus- und Hausgeburtshebammen die Prämien in den letzten 18 Monaten um 80% angehoben. Zum 1. Juli sollte eine weitere Prämienerhöhung anstehen. Eine Anpassung der Honorare für Hebammenleistungen war bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen bislang erfolglos. Eine Schiedsgerichtsentscheidung Anfang Juli brachte ebenfalls nur ein geringfügige Verbesserung.

Etliche vor allem freiberufliche Hebammen mussten aufgrund des finanziellen Drucks ihre Arbeit bereits aufgeben. Die jetzige Entwicklung lässt befürchten, dass noch wesentlich mehr Hebammen aus existenziellen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

Vor allem betrifft es die Möglichkeit zur Hausgeburt oder der Geburt im Geburtshaus oder in einer Hebammenpraxis. Aber auch die Angebote in der Vor- und Nachsorge sind betroffen.

Die Situation ist auf dem flachen Land sicher noch wesentlich dramatischer als in einer Millionen-Stadt wie München. Aber auch in München scheint es bereits Fälle zu geben, dass Frauen keine Hebamme mehr zur Betreuung gefunden haben.

Der Stadtrat sollte deshalb möglichst zeitnah über die Situation der Hebammen in München informiert werden.

Fraktion Bündnis90/Die Grünen – rosa liste
Initative:
Lydia Dietrich
Stadträtin

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